Der erste Tisch auf der Terrasse hielt 10 Jahre, der zweite stand nach weiteren 11 Jahren zum Austausch an. Diesmal wollten wir einen haben, der definitiv vor Frost sicher ist. So wurde am 25. August 2025 ein Tisch nach unseren Vorstellungen in Auftrag gegeben – mit 9 Monaten Lieferzeit.
Am 11. Juni 2026 war es soweit, der Hänger wurde angespannt und ab in Richtung Nord-Ost-Bayern. Wie bei einer echten Präsentation wurde der neue Tisch enthüllt – und er ist sehr schön geworden. Ganz und gar so, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Kurz in den Hänger verladen – das Teil ist wirklich sehr schwer – und richtig verpackt.

Eine Übernachtung später ging es auf die Heimreise. Da es regnete, wurde das auspacken auf den nächsten Tag verschoben.
Es ist Samstag, die Sonne scheint und wir müssen den rund 100 kg (muss noch verifiziert werden) schweren Tisch eine Etage höher bekommen. Das herausziehen aus dem Hänger ist schon mühsam. Den Tisch durch die Garage in den Hausflur zu tragen, bringt uns aber dann doch an unsere Grenzen. Das Teil die Treppen hinauf zu schleppen trauen wir uns dann doch nicht zu, zu Gefährlich. Ausserdem gibt es durch die Rundung des Tisches und der Geometrie des Treppenhauses keine Möglichkeit, die Last unterwegs mal abzustellen.
Guter Rat ist teuer, etwas Frust macht sich breit. Der Hausherr nimmt sich allen Mut zusammen und spricht einen Nachbarn schräg gegenüber an. Dieser kommt sehr gerne und sein Anblick lässt hoffen: Von wirklich stattlicher Figur. Sein Blick sprach Bände: Der Tisch trägt die beiden ohne Probleme, nicht aber die beiden den Tisch. Er hebt „mal eben“ den Tisch ganz alleine hoch, um das Gewicht zu testen. Wir schauen uns gemeinsam den Weg an. Dann wird es ernst: Meine Wenigkeit vorne und rückwärts gehend, mein Nachbar hinten, heben das Teil an und es geht halbwegs zügig die Treppe hoch. Durch die Verlagerung an der schrägen Treppe hält er vermutlich 2/3 des Gewichtes. Ich bin schwer beeindruckt.
Oben angekommen gibt es eine kurze Verschnaufpause und es geht auf die Terrasse raus. Vorher hatten wir das Untergestell schon herausgebracht, nun noch die Platte kurz ausrichten – und schon steht alles an seinem Platz. Vom noch eben unmöglichen Unterfangen ist jetzt schon alles vorbei. Später erzählt mir die Dame des Hauses, das unsere kräftige Hilfe mit dem Tisch an einem Arm „locker“ hinter mir herlief – der Hausherr immer an der Grenze seiner Möglichkeiten voraus.
Vorher – Nachher


War es denn wirklich notwendig, den Tisch zu tauschen? Ein Blick unter die Haut offenbarte das befürchtete Grausen: Die nächste Hauptuntersuchung hätte der vermutlich nicht überstanden.


Voller Glückseligkeit wird der neue Bewohner eingeweiht, wir sind mächtig stolz!

