ISDN-FAQ

FAQ ISDN Kabel und Verschaltung, Wolfgang Allinger
Newsgroups: de.comm.technik.isdn, Stand 18.01.2007


Betreff    : FAQ ISDN-Kabel und Verschaltung (18jan2007)
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Organisat. : Ingenieurbuero ALLINGER
Datum      : Do 18jan2007
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FAQ-ISDN.701   FAQ ISDN-Kabel und Verschaltung (18jan2007)

Empfaenger : de.comm.technik.isdn
Absender   : All@business.kbbs.org  (Wolfgang Allinger)

FAQ-ISDN.701   V0.13 ALL20070118 kl. Aenderungen und Ergaenzungen
                Teppfuehler bereinigt. Danke an alle Meckerer!
                weitere news von Manfred Poland et.al. eingebaut

FAQ-ISDN.508   V0.12 hp Noch ein paar Umlaute gefunden und
                umschrieben

FAQ-ISDN.403   V0.11 ALL20040325 mir wurde mit rechtlichen
                Konsequenzen gedroht, wenn ich einen Namen hier
                weiter drin lasse. Da ich keine Lust auf so einen
                Scheixx habe, loesche ich den Namen hiermit :-(

FAQ-ISDN.312   V0.10 ALL20031213 geaendert/erweitert
                einige Dreckfuehler und Anregungen von 
                xxxxxx xxxxxx. xxxxxx mag einige Abkuerzungen nicht,
                die gebraeuchlichsten lasse ich trotzdem drin :-p
                0.0.6 0.0.7 dazu, URLs kontrolliert, Leichen geloescht
                Anhang erweitert

FAQ-ISDN.112   V0.09 ALL20011202 geaendert/erweitert: 
                1; A.4; A.5, 2.3.6.1.. Dank an Michael Heiner 
                als Moderator zwischen mir und Manfred Poland :-)
                2.9 mit Dank an Marc Haber
                einige kleine Umformatierungen und Ergaenzungen,
                immer noch Umlaute weggemacht :-)

FAQ-ISDN.101   V0.08 ALL20010110 2.1.2. Telespec Klemmenbez.... korr.
                 noch zwei (d)um(m)laute 'sz' in ss umgewandelt.

FAQ-ISDN.005   V0.07a hp@kbbs.org neu: Newsgruppen-Anpassung

FAQ-ISDN.004   V0.07 ALL20000407 neu: 2.1.2 ...NTBA Klemmen...
                (Dank an Sascha Schlauderer 6.4.2000)

FAQ-ISDN.911   V0.06 ALL991102 kl. Tippfehler, Versionsdatum im Titel
                A3 neue URL (Dank an Martin Diedrich 1.11.1999)

FAQ-ISDN.907   V0.05 ALL990725 Versions# auch im Titel
                kl. Tippfehler im Kopf (nicht meinem :-) beseitigt
                nicht veroeffentlicht

FAQ-ISDN.902   V0.04 ALL990219 neue eMail addr
                - 2.3, 2.4, 2.5, Anhang A ueberarbeitet
                und z.T. neu nummeriert

FAQ-ISDN.901   V0.03 ALL990109 kleine Tippfehler

FAQ-ISDN.812   V0.02 ALL981118 weitere Ergaenzungen im Vorgriff auf
                 Dezember, darum .812 :-)
                - Unterichtsblaetter Telekom 4/1998 eingearbeitet
                 (Dank an Manfred Poland 18.11.1998)
                - 0,1W 5% statt 1W 1% Abschlusswiderstaende
                - weitere Links (Dank an Martin Diedrich 17.11.1998)

FAQ-ISDN.811   V0.01 ALL981115 kleine Ergaenzungen,
                - keine Umlaute mehr auf Anregung von
                 hp@kbbs.org.de (Dank an Holger Petersen)
                - Anhang ueber Kabellaengen lt:
                 manfred.poland@erlangen.netsurf.de
                 (Dank an Manfred Poland)
                - 2.3 Regeln ergaenzt und Nummerierung geaendert

FAQ-ISDN.810   V0.00 ALL981031 1st try

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0. Allgemeines

hier eine kleine FAQ Zusammenstellung ueber Telefon Installations Kabel,
sog. Innenkabel mit massiven (Kupfer)leiter und Anschlusshinweisen...

Dank an Holger Petersen und Manfred Poland 
fuer ihre konstruktive Meckerei :-)


0.0 ganz gemeines

0.0.0 Copyright und Copyleft und anderer leider erforderlicher (Un)sinn:

(c) 1998 by Dipl.-Ing. Wolfgang Allinger
darf mit diesem Hinweis frei benutzt werden, solange damit/dafuer kein
Geld verlangt wird.


0.0.1 Die Benutzung der FAQ geschieht auf eigenen Gefahr und Risiko, 
ich bin auf gar keinen Fall fuer irgendetwas aus dieser FAQ haftplichtig. 
Jeder soll es einfach als groben Unfug betrachten und ungelesen wegwerfen.
Auch und besonders die Links/URLs werden hier nur zur Bequemlichkeit 
angegeben. Auf garkeinen Fall bin ich verantwortlich fuer deren Inhalte
noch fuer deren Warheitsgehalt, Inhalt oder sonstiges. Also nochmals:

DIESE FAQ IST GROBER UNFUG UND DIE BENUTZUNG ERFOLGT AUF EIGENE GEFAHR!
 

0.0.2 Wer weiterliest, ist selbst schuld. (Ich hoffe jetzt sind die
Rechtverdreher, Abmahner, Abzocker und was weiss ich noch alles weg :-(


0.0.3 Ich hab mir Muehe gegeben, es so unklar wie moeglich auszudruecken
und moeglicht alles zu verdrehen. Sollte trotzdem noch jemand hiervon
Nutzen haben oder Fehler entdecken, bitte eine kurze und nette usenet
konforme eMail.


0.0.4 Wer mag, soll seinen Senf dazu geben und/oder es in einer anderen
FAQ verwursten. Besonders normgerechte Beispiele fuer Kabelbezeichnungen
fehlen noch, da ich keinen Zugriff habe auf die von der Telekom
angefuehrte:

 DIN/VDE 0815
 Bestimmungen fuer Installationsleitungen fuer Fernmeldeanlagen
 Tabelle 5 u. 8 Spalte 3

 DIN/VDE 0816
 Bestimmungen fuer Aussenkabel fuer Fernmeldeanlagen


0.0.5
Sicherlich nicht vollstaendig und ergaenzungsfrei. Teilweise sind
Abkuerzungen weiter unten erklaert, also Blick schweifen lassen :-)


0.0.6
Hier wird mit S0-Bus der Bus des NTBA gemeint. Telefonanlagen haben
manchmal auch einen (internen) S0-Bus, der dann sinnigerweise trotzdem 
extern abzugreifen ist :-) Der sollte eigentlich den gleichen 
Spezifikationen genuegen, aber das wird wohl gelegentlich nicht so 
genau genommen. Also nicht mich sondern die Schlamper hauen!


0.0.7
Jegliche hier angegebene URL steht hier nur aus Freundlichkeit, auf 
keinen Fall bin ich fuer deren Inhalt verantwortlich.


1. Kabel

Flexible Kabel nennt man korrekt Leitungen. Sie haben Litzen als 
Leiter, andere Bezeichnungen, sowie abweichende Kennzeichnungen, 
auch der Adern.

Kabel muessen mit 'symmetrischen Paaren' oder 'Sternvierer' (s.u.)
aufgebaut sein.

Staerken liegen zwischen 0,4 bis 0,8mm Durchmesser der Kupferadern,
am gaengigsten/empfohlen ist 0,6mm. Es wird die Anzahl der Buendel
und die Anzahl der Adern pro Buendel ( auch Stamm genannt ) sowie
der Drahtdurchmesser angegeben.

Abschirmung ist in der Regel nicht erforderlich.

Kabelaufbau
z.B.    5x4x0,6 also 5 Vierer mit 0,6mm.

Kabelbezeichnung
z.B.    J-Y(ST)Y 2x2x0,6
        J-2Y(ST)Y 2x2x0,6
        J-Y(ST)Y 10x2x0,6
        J-2Y(ST)Y 10x2x0,6


1.1 Kabellaengen...

Kabel nach DIN 0815             Kapazitaet      Groesste Entfernung
                                [nF/km]         NTBA bis letzte IAE
Install. Kabel PE,
stat. Schirm
I-2Y2Y(St)(Zg)2Y...St III Bd    bis 50          180m

Install. Kabel PVC,
stat. Schirm
I-Y(St)Y...LG                   bis 100         130m

Install. Kabel Industr. Elektr.
mit verbess. Brandverh.
I-H(St)H...Bd                   bis 120         120m

S0-Bus-Installationskabel
ohne Schirm
I-Y(St)...Bd                    bis 120         120m

S0-Bus-Installationskabel
mit stat. Schirm
I-Y(St)...Bd                    bis 120         120m

Tabelle lt. "ISDN leichtgemacht",
ausfuehrliche Erleuchtung/Verwirrung im Anhang


1.2 Verseilung

1.2.1 Zweierverseilung, Paarverseilung, Zweier:
   jeweils ein Adernpaar verseilt (verdrillt)

1.2.2 Viererverseilung, Vierer:
1.2.2.1   symmetrische Paare (Dieselhorst/Martin):
     2 Paare je mit Paarverseilung sind zu einem Vierer verseilt
     d.h. die Paerchen sind in sich verseilt und jeweils zwei Paerchen
     sind miteinander verseilt.

1.2.2.2 Sternvierer:
   2 Paare sind zu einem Vierer verseilt, die zusammengehoerigen Adern
   sind jeweils diagonal gegenueber im Viereck (sternfoermig :-)
   d.h. alle Vier sind gleichmaessig verdrillt.

Hochpaarige Innenkabel sind haeufig als Sternvierer verseilt.


1.3 Farben/Abk:

schwarz sw
braun   br
rot     rt
orange  or
gelb    ge
gruen   gn
blau    bl
violett vi
grau    gr
weiss   ws
rosa    rs

Bei einem 2x2 ist die Zuordnung/Markierung der Adern
1a      rt
1b      sw  (selten bl)
2a      ws
2b      ge


Bei einem Sternvierer sind die Vierer nach Grundfarben geordnet:
Beispiel fuer 5x4

Vierer  Farbe
1       rt
2       gn
3       gr
4       ge
5       ws

Die Adern eines Vierers werden mit 1a/1b und 2a/2b bezeichnet
und haben schwarze Striche als Markierung ausser der 1a Ader

Ader    Markierung
1a      keine Striche
1b      Einzelstrich, kleiner Abstand (17mm)
2a      Doppelstrich, grosser Abstand (34mm)
2b      Doppelstrich, kleiner Abstand (17mm)

Strichbreite:         2mm  (#)
Doppelstrichbreite:   5mm  (#=#)
Strichabstand klein: 17mm
Strichabstand gross: 34mm

==========================================  a-Ader \ Stamm 1
=#=================#=================#====  b-Ader /

=#=#=================================#=#==  a-Ader \ Stamm 2
=#=#===============#=#===============#=#==  b-Ader /

Die Adern eines Paares liegen sich gegenueber:
     (1a)
  (2a)  (2b)
     (1b)


Uff, das hat lange genug gedauert, hoffentlich ist es nun fuer alle
zufriedenstellend. Danke an die Meckerer :-)


2. ISDN Verdrahtung des sog. S0-Bus (S-null Bus)

Alle Geraete haengen an einem parallel durchverbundenen Kabel,
dem sog. S0-Bus.


2.1 NTBA

Es gibt mindestens 4 verschiedene Varianten des NTBA.

Das Amtskabel geht als UK0 (UK-null) in einen sog. Netzabschluss (NT,
auch NTBA). Es gibt pro UK0...S0 nur einen NTBA. Auf irgendeiner ollen
Steintafel steht eingeritzt: du sollst keinen 2. NTBA neben mir haben.

Im NTBA befinden sich meist 6 Klemmen unter einem mehr oder
weniger widerspenstigem kleinen Deckel. Die Klemmen sind manchmal in dem
kl. Abschlussdeckel und/oder auf der Platine bezeichnet. Haeufig kaum
lesbar :-(

Weiterhin sind am NTBA aussen noch 2 8pol S0 Buchsen (sog. Western
Buchsen oder RJ45 Buchsen)

Meist ist innen auch noch ein Brueckenfeld oder kleine (Schiebe/
Kipp/DIP)Schalter (sog. Maeuseklavier) vorhanden um die Abschluss-
widerstaende und weitere Optionen des NTBA zu schalten.

Bei den aelteren (vor 1998) sind nur 4 DIP-Schalter im Anschlussfeld, mit
denen die S0-Anschlussklemmen von der S0-Schnittstelle (S0-SSt) abgetrennt
werden. Die S0-Buchsen sind immer aktiv.

Bei einigen neueren sind auch noch 2 Schalter fuer die Abschlusswider-
staende im Anschlussfeld untergebracht.


2.1.1 Belegung des NTBA:

Klemme  altern.         Funktion
La      a               UK0 Ader-a
Lb      b               UK0 Ader-b

1a      4               S0-Bus
1b      5               "
2a      3               "
2b      6               "


2.1.2 div. Klemmenbezeichnungen NTBA

        (lt. newsmail@schlaudi.de  (Sascha Schlauderer)
             Message-ID : 8cim5k.3vu2ua3.0@schlaudi.de
             in de.comm.technik.isdn
             Do 06.04.00, 18:48  (erhalten: 06.04.00) 
             Quelle: Fax von der technischen Hotline 
             der Telekom im Maerz 2000. )

Die Reihenfolge ist u.U. innen irgendwo aufgedruckt, aber eventuell
nicht lesbar.

Dann gilt je nach Hersteller (Ansicht von vorne)
(sortiert/editiert nach Aehnlichkeiten ALL20000407):

Alcatel:        1b 1a 2b 2a
Bosch:          1b 1a 2b 2a
Elcon:          1b 1a 2b 2a
Quante GO1:     1b 1a 2b 2a
Siemens:        1b 1a 2b 2a \die einen sagen so \ ALL20031213
                1b 1a 2a 2b \die anderen so :-p \ ALL20031213

Quante GO2:     1a 1b 2a 2b
Stewing:        1a 1b 2a 2b

ECI Telecom:    2a 2b 1a 1b

Philips:        2b 2a 1b 1a

Telspec:        1a 2a 2b 1b         \ ALL20010110

(Da hat wohl jeder Hersteller die Chance auf eine eigene Folge :-)


2.2 Dosen

Die Anschlussdosen heissen ISDN-Anschluss-Einheit-Dose (IAE)
Jede IAE hat 2 8pol Buchsen und eine 8pol Schraubklemme fuer maximal 3
Leiter mit 0,4...0,8mm.
Es werden in der Regel nur die inneren 4 Anschluesse benutzt.

Es lassen sich auch RJ45-Dosen (sog. Western-Dosen) benutzen.

RJ45 und IAE sind aeusserlich kaum zu unterscheiden. Innen haben sie
andere Bezeichnungen an den Klemmen. RJ45 mit Nummern an den Klemmen, 
IAE haben haeufig 1a/b 2a/b Bezeichnungen.


2.2.1 RJ45/IAE Belegung:

RJ45    IAE  Bez.
1               res. fuer Power Source/Sink3 (Stromversorgung)
2               res. """""
3       2a
4       1a
5       1b
6       2b
7               res. fuer Power Source/Sink2 (Stromversorgung)
8               res. """""


2.3 Regeln fuer den S0-Bus
      Einige 'gestelzte' Formulierungen habe ich aus 'amtlichen' Texten
      abgekupfert :-) 

2.3.1 Alle IAE werden 1:1 durchverbunden.

2.3.2 Es duerfen maximal 12 IAE vorhanden sein, also 6 doppelte oder
      12 einfache. Eine doppelte IAE/RJ45 wird als zwei IAE gezaehlt
      (Uneinsichtig, aber so stehts halt im Unterichtsblatt 4/1998).

2.3.3 Es duerfen maximal 8 Geraete an beliebigen Stellen eingesteckt sein.

2.3.4 Die Stichleitung von IAE zu einem Geraet darf max. 10m lang sein.

2.3.5 Die Verseilung je Verbindungspunkt darf nicht ueber eine max. Laenge
      von 10cm aufgehoben werden.

2.3.6 Es duerfen maximal 4 Geraete ohne eigene Speisung angeschlossen sein.
      Fuer mehr ist das Netzteil im NTBA nicht ausgelegt.

2.3.6.1 Eine Telefonanlage zaehlt als Geraet mit eigener Speisung.

2.3.6.1.1 Ein Notstromberechtigtes Endgeraet am internen S0-Bus zaehlt bei
      Stromausfall als Geraet ohne Speisung, wenn die Tk-Anlage die 
      Funkion Notstromdurchschaltung unterstuetzt. Im normalen Betrieb 
      werden saemtliche ISDN-Telefone am internen S0-Bus nicht mitgezaehlt, 
      da diese von der Tk-Anlage verwaltet werden, und fuer den NTBA 
      nicht sichtbar sind.

2.3.6.2 Ein PC mit einer ISDN Karte zaehlt nicht als Geraet ohne
      eigene Speisung.

      Ein Beispiel fuer noch erlaubten Abzaehl(reim) :
      4 PC mit je einer ISDN Karte, 1 ISDN Anlage und 3 ISDN
      Telefone und noch ca. 4 freie Loecher :-)

2.3.7 Es darf der S0-Bus auch am (Western/RJ45)Stecker des NTBA
      abgegriffen werden. Diese Westernstecker sind aber nicht ohne 
      Spezialwerkzeug am Kabel anschliessbar. Aber ganz Ungeschickte 
      koennten sich so eine frei(f)liegende Verkabelung in einem 
      Fachgeschaeft zusammenfrickeln lassen. 
      Dabei die Fallen 2.3.4 u. 2.3.5 beachten :-(
      Die Westernkabel sind typischerweise nicht verseilt :-(
      und somit fuer laengere Strecken nicht geeignet. Die 10cm Regel
      laesst gruessen. Innerhalb eines Raumes kann es reichen/helfen.

2.3.8 Es gibt auch sog. ISDN-SL (ISDN-Steckdosenleisten), davon kann
      man eine in jede Western Buchse des NTBA stecken und erhaelt so 
      einen "S0 Minibus". So ein Ding hab ich noch nie gesehen, aber es 
      scheint, dass jeweils 6 Steckdosen drin sind, sowie die Abschluss-
      widerstaende.


2.4 Abschlusswiderstaende

An beiden Enden des Bus einer Konfiguration muessen das Sende-
und Empfangspaar jeweils mit einem Abschlusswiderstand (Ra)
versehen werden.

Im NTBA sind die Ra schon eingebaut und typischerweise eingeschaltet,
so dass der als ein Ende gilt.

Spezifikation Ra: 100 Ohm +-5% >= 0,1W

Keine Drahtwiderstaende verwenden,
nur Kohleschicht oder Kohlemasse Typen einsetzen,
Metallfilm sind viel zu gut: rausgeschmissenes Geld
(0,10EUR statt 0,05EUR pro Stueck :-)

(Telekom KNr: 412 221 081-1)
Die Tpunkt Version ist irgendein ein vergossenes Trumm, im Prinzip ein
Durchgangsstecker, den man in die Buchse des jeweils letzten Endes des
S0-Bus stecken kann.

In der Praxis werden typisch einzelne Widerstaende jeweils in die letzte
Dose unter folgende Klemmen mit untergeklemmt:

Ra      Klemme:
Ra1     2a/2b (oder 3/6)
Ra2     1a/1b (oder 4/5)


2.5 S0-Bus mit NTBA irgendwo unterwegs:

Sitzt der NTBA irgendwo zwischen 2 Dosen, muessen die letzten Dosen
jeweils die Abschlusswiderstaende enthalten.

Die Abschlusswiderstaende im NTBA braucht man in der Regel nicht
abzuschalten. Aber werden die Ra im NTBA nicht abgeschaltet, so ist die
Belastung, besonders bei langen Kabeln und/oder vielen Geraeten evtl.
zu hoch, das kann die Quelle steten Aergers und vieler 'may be'
Ausfaelle werden.

D.h. bei kritischen Faellen (lange und/oder schlechte Kabel) kann das
Probleme machen, im Normalfall ist das wohl egal.

Nochmals: falsche Terminierung kann zu ueblen, seltsamen und schwer zu 
findenden Fehlern fuehren.


2.6 Adernbelegung

Bei paarverseilten Kabeln je ein Paar fuer eine Sende/Empfangsleitung
benutzen.

Bei Sternverseilung jeweils ein Vierer fuer Sende/Empfangsleitung
benutzen.

Nochmals: die Verseilung der Doppeladern darf je Verbindungspunkt 
nicht ueber eine maximale Laenge von mehr als 10cm aufgehoben sein.


2.7 Kurzanleitung

2.7.1 Es ist anscheinend wieder einmal an der Zeit, die alte Signatur von
Helge Oldach zu posten.

: 3 2a ws -##------##------##------##--+    ---------- /    ----------
: 4 1a rt --------------------------+  |   | 87654321 |    | 12345678 |
: 5 1b sw|bl --#---#---#--[100 Ohm]-+  |   |__      __|/   |/_ /    /_|
: 6 2b ge -##--##--##--##-[100 Ohm]----+      |____|/         |/___|
Quelle: Helge Oldach, mit kleinen Modifikationen durch Marc Haber


2.7.2 Oder 'Mischbestueckung' RJ45/IAE

NTBA    IAE     RJ45    IAE     IAE
2b ---- 2b ---- 6 ----- 2b ---- 2b    -------------------+
1b ---- 1b ---- 5 ----- 1b ---- 1b    --------------+    |
1a ---- 1a ---- 4 ----- 1a ---- 1a    ---[100 Ohm]--+    |
2a ---- 2a ---- 3 ----- 2a ---- 2a    ---[100 Ohm]-------+
Quelle ISDN leichtgemacht


2.8. schlaue Zusammenstellung aller(?) Zuordnungen

4pol    6pol    8pol    8pol    ISDN    ISDN    analog  analog
Stift   Stift   Stift   Feder   S0      UK0     Telekom International

                1       1
        1       2       2
1       2       3       3       a2              b       E
2       3       4       4       a1      a       E       a
3       4       5       5       b1      b       W       b
4       5       6       6       b2              a       W
        6       7       7
                8       8

Quelle Unterrichstblatt 4/1998

(Und endlich ist auch das Geheimnis geloest, warum manche analogen 
Telefone nur mit bestimmten Kabeln funzen, die Telekom hat eine
abweichende Belegung :-(((()
Die uralt SIEMENS Telefone haben die gleiche Belegung, wie die Telekom.
Ein Schelm, wer boeses dabei denkt :-)


2.9 Aufbautipp von Marc Haber

Message-ID : 9rghpo$1fn9$1@wrath.news.nacamar.de
Datum      : So 28.10.01, 10:06  (erhalten: 28.10.01)

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Selbstverstaendlich darf man die zum Anschluss der kundenseitigen
Installation vorgesehene Klappe oeffnen, um die kundenseitige
Installation anzuschliessen.

Die _wirklich_ saubere Loesung [1] habe ich ausser bei meiner eigenen
Installation noch nie gesehen, vielleicht ist sie ja auch etwas
weltfremd.

[1] kundenseitige Installation ohne Verbindung zum oeffentlichen Netz
sauber beidseitig terminiert aufbauen, direkt neben den NTBA eine
RJ45-Dose setzen und mit einem kurzen (!) Patchkabel diese Dose mit
einem der Ports des NTBA verbinden. Vorteil: Bei Fehlersuche ist die
kundenseitige Installation mit einem Handgriff zu trennen.

(Anmerkung: hab ich seit Einbau von TDSL auch so gemacht und hab nun 
eine saubere steckbare Anlage...  Patchkabel CAT5 mit 0,5m zwischen 
NTBA und 1. IAE. Sehr praktisch. Obendrein noch alles von TAE ueber 
Splitter, NTBBA, NTBA, IAE auf ein mit einer Schraube senkrecht an 
die Wand geduebeltes Regalbrett.   ALL20011201)


2.10 Noch ein Hinweis auf eine boese Falle:
Der S0-Bus kann u.U. trotz Aderndreher mit einem Geraet scheinbar 
jahrelang gut funktionieren. Kommt ein zweites Geraet an beliebiger
Stelle hinzu, geht der Aerger los. Also immer kontrollieren, dass 
garantiert keine Aderndreher vorkommen. Besser iss dat!

Dazu auch noch:

Absender   : st.sandig.coswig@t-online.de  (Steffen Sandig)
Message-ID : Xns92B484FDDE354stsandigcoswigtonlin@192.168.1.5
Betreff    : Re: Seltsames S0-Bus Problem
Datum      : So 27.10.02, 13:00  (erhalten: 27.10.02)
----------------------------------------------------------------------

> Problem in Kurzfassung:
[...]
> (Anlage oder weiteres ISDN Telefon), bricht die Leitung zusammen und
> nichts geht mehr (Stoerung erscheint auf dem Display wenn man

Dies Phaenomen tritt bei Vertauschungen auf. Wenn bereits beim Einstecken des 
Geraetes in die Dose der Fehler auftritt, sind die Paare Tx=1a/1b und Rx2a/2b 
an der Dose zerissen aufgelegt (d.h. z.B. 1a mit 2a, oder 1b mit 2b 
vertauscht). da jedes Paar ein Potential der Phantomspeisung fuehrt, tritt 
beim Einstecken eines Geraetes ein Kurzschluss auf. Wenn die Dose einfach nur 
tot ist, sind die Paare insgesamt vertauscht, tritt das Problem erst auf, 
wenn man von der Dose aus das Geraet am NTBA anruft, dann ist ein paar in 
sich vertauscht (vorzugsweise Paar 2)

Froehliches Auspruefen

Steffen
----------------------------------------------------------------------


3. Quellen und Sonstiges

Es gibt bei der Telekom ein kleines Buch, ca. 90 Seiten DIN A5.

ISDN leichtgemacht  (mein Exemplar hat die K-Nr. 641 180 024 Juni98)

In einem T-Laden (nicht TeeLaden) mehr oder weniger massiv nachfragen,
dann ruecken sie es raus.

Dort und auch aus den Unterrichtsblaettern von 1995(?) und 4/1998 habe 
ich einiges abgekupfert.

Es wird dringend empfohlen, sich ausser einer ISDN-Anlage auch noch
mindestens ein ISDN Telefon zuzulegen, sonst sind Installation/
Konfiguration/Stromausfaelle/Stoerungssuche ein echter Graus.
Evtl. geht auch die schottische Methode: man leihe sich...


A. Anhang
A.1 Kabellaengen  (lt. Manfred Poland 31.10.98, 9.1.99)

Die Reichweite haengt vom Kabel und von der Betriebsart des Empfaengers
im NTBA ab. Bei "(kurzer)Passiver Bus" ist die Reichweite durch die
Schleifenlaufzeit auf dem S0-Bus (Kabel+Endgeraete) von max. 2,7us
begrenzt, das entspricht (je nach Kabel) offiziellen 120m bis 220m.
Bei der Betriebsart "Punkt zu Punkt" P2P (mit einem Endgeraet) entspricht
die Reichweite 6 dB (bei 96kHz) und bei P2P mit mehreren Endgeraeten
( AKA "Erweiterter Passiver Bus" ) maximal 4 dB.

Kabel   kurz-pass.  P2P             Erweiterter passiver Bus
Kapaz-  Bus
itaet

c'      Buslaenge   Gesamt-         Ges.laenge      Ges.laenge
[nF/km] [m]         laenge[m]       bei Busab-      bei Busab-
                                    schnitt[m]      schnitt[m]

30      300         1800            800/165         1600/55
40      255         1550            690/150         1400/50
50      230         1400            610/135         1200/45
60      210         1250            570/120         1150/40
80      180         1100            500/105         1000/35
100     160         980             440/90          900/30
120     140         900             400/75          800/25

Beim erweiterten pass. Bus sind die beiden Extreme  :
Gesamtlaenge/max. Busabschnittslaenge und max.
Gesamtlaenge/resultierende Busabschnittslaenge aufgezeigt.

Als Busabschnitt wird der Bereich bezeichnet, in dem sich alle
Anschlussdosen fuer die Endgeraete befinden.

Fuer den Erweiterten Passiven Bus und Punkt-zu-Punkt muss natuerlich im
NTBA ein Schalter umgelegt werden. P2P hat uebrigens nichts mit einem
Anlagenanschluss zu tun, sondern ist der Spezialfall,bei welchem nur eine
TE (an Stelle von 8) am EPB haengt. Es koenn(t)en schon 2-3 Endgeraete am
P2P angeschlossen werden => aber ganz friedlich, also ohne Gewehr,
versteht sich :)


A.2 URLs fuer Doku... (Manfred Poland 31.10.1998)

(Ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit und ohne nachzupruefen,
ob die Links ueberhaupt noch aktiv sind)

http://www.rz.uni-frankfurt.de/netz/isdn/s0-bus.html (ok 13.12.2003)
http://www.rz.uni-frankfurt.de/netz/isdn/info.html (ok 13.12.2003)
http://www.isdnzone.com/ (ok 13.12.03)
http://www.uni-mannheim.de/rum/netze/isdn/ (ok 13.12.2003)

6 URL Leichen entsorgt :-(


A.3 URLs fuer Doku... (Martin Diedrich  Mo 01.11.99, 21:37 )

(Ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit und ohne nachzupruefen,
ob die Links ueberhaupt noch aktiv sind)

http://www.dtag.de/dtag/faq/pr-download/0,1345,160,00.pdf (tot 13.12.2003)
-> Direkt das Dokument "ISDN leicht gemacht" als PDF

aber da gibt es wohl eine neue Version: (11.2003)
http://www.telekom.de/dtag/faq2/download/0,10302,201-1-0-1,00.html


A.4 weitere URLs 

(Ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit und ohne nachzupruefen,
ob die Links ueberhaupt noch aktiv sind)

von (Gernot Zander)    www.kabelmax.de (ok 13.12.2003)

http://home.t-online.de/home/Peter.Zwosta/ (ok 13.12.2003)

http://www.barmala.de/rj45.de.php (ok 13.12.2003)

ISDN-Installation leicht gemacht
http://www.mathematik.uni-marburg.de/~gasi/Div/elek-isdn/ (ok 13.12.2003)

http://www.lrz-muenchen.de/services/netzdienste/modem-isdn/isdn/s0-bus.html
(ok 13.12.2003)

http://www.famky.de/faqisdn.htm (ok 13.12.2003)

http://www.uni-mannheim.de/rum/netze/isdn/isdn_faq.html (ok 13.12.2003)


A.5 viele schoene Sachen von Manfred Poland u.a.
A.5.1 zu Notbetrieb etc am (6.2.2001)

Aber trotzdem noch einen kleinen Hinweis, denn irgendwie scheint bei
der ganzen Diskussion vergessen worden zu sein, worum es geht. Am
S-Bus werden Geraete mit eigener Speisung und Geraete ohne eigene
Speisung deswegen unterschieden, weil im Normalbetrieb durch den
AC/DC-Wandler nur 4 der max. 8 Endgeraete gespeist werden koennen.

Im Notbetrieb, d.h. bei Netzausfall, gibt es diese Unterscheidung
nicht mehr, da a) kein Geraet mehr eine eigene Speisung hat, b) aus
*dem Amt" nur ein Geraet gespeist werden kann, welches c) Notspeise-
faehig ist und d) das einzige Notspeiseberechtigte Geraet ist.

Dass es keine NStA gibt und geben wird, die vom NTBA gespeist wird,
das hab ich ja auch erst 1-2 Dutzend mal erwaehnt.


A.5.2 Bilder und mehr von Manfred Poland (leicht gekuerzt)

Message-ID : 3a7c602a.18413051@news.netsurf.de
Datum      : Sa 03.02.01, 20:07  (erhalten: 04.02.01)
Groesse    : 9918 Bytes     
----------------------------------------------------------------------

[bei Stromausfall...]

Dann haengt die TK-Anlage nicht mehr am Bus, nur noch das Telefon. Er-
satzweise kannst du sie bei Stromabfall auch abbauen und dafuer ein
Telefon in die Buchse stecken. Das Ergebnis waere das gleiche.
[...]
Noe, solange sie (die Anlage) in Funktion ist (also mit eigener Speisung), 
ist sie eine TK-Anlage => ein Geraet mit eigener Stromversorgung. Ohne Saft
ist sie einfach weg.

Wenn nix Strom in Anlage dann nix Anlage an Bus, muss sich raus aus
Kopf dass da war Anlage. Da guckst du, he.

[....]
>Wir sollten uns einigen, bevor hier noch RAe auftauchen, zumal der Strom  
>immer Recht hat. 

Ich kenne den Typen zwar nicht, aber wenn er meine Meinung zu diesem
Thema teilt, dann ist das schon o.k.

Also gut, ich greif halt mal wieder zu Pinsel und Farbe.

    ________
   |        |               
Uk0|        +-------------+-------------+-------------+-------
---|  NTBA  |             |             |             |    S0-Bus
   |        +-----------+-|-----------+-|-----------+-|-------
   |________|           | |           | |           | |
       |                | |           | |           | |
      230V             _|_|_         _|_|_         _|_|_
                      |     |--a/b  |     |       | PC  |
                      |NStA | .     |Tele-|       |Karte|
                      |     | .     | fon |       |-----|
                      |_____|--a/b  |_____|       |_PC__|
                         |                           |
                        230V                        230V

Nehmen wir also mal an, in dieser "Standardkonfiguration" haengen
3 Endgeraete, davon 2 mit eigener STrV am S0-Bus: Eine Nebenstellen-
anlage, ein ISDN-Telefon und ein PC mit PC-Karte. Zieht man den
Netzstecker der Telefonanlage, dann ist sie Rueckstandsfrei weg. Das
Gleiche gilt fuer die PC-Karte, wenn der PC sie nicht mehr speist.

Zieht man also in obiger Konfiguration die Netzstecker von NStA und
PC aus der Steckdose, dann bleibt folgendes uebrig:

    ________
   |        |               
Uk0|        +---------------------------+------------------------
---|  NTBA  |                           |                    S0-Bus
   |        +-------------------------+-|------------------------
   |________|                         | |           
       |                              | |           
      230V                           _|_|_         
                                    |     |       
                                    |Tele-|       
                                    | fon |       
                                    |_____|       
                         
Alle Geraete mit eigener Speisung sind weg, bis auf das Telefon,
denn das wird vom NTBA gespeist. Es hat keine eigene StrV und
auch keinen Netzstecker den man ziehen koennte ;-) 

In der folgenden Konfiguration habe ich den PC mal weggelassen,
um das Wesentliche zu zeigen. Die NStA hat diesmal einen inter-
nen S0-Bus mit angeschlossenen ISDN-Telefonen. Das Telefon das 
direkt am S0-Bus des NTBA angeschlossen ist, ist Notspeisefaehig.
    ________
   |        |               
Uk0|        +-------------+-------------+-------
---|  NTBA  |             |             | S0-Bus
   |        +-----------+-|-----------+-|-------
   |________|           | |           | |
       |                | |           | |
      230V             _|_|_         _|_|_
                      |     |--a/b  | (N) |
                      |NStA | .     |Tele-|
          S0-Bus int--|     | .     | fon |
                      |_____|--a/b  |_____|
                         |
                        230V

Soooo, nun produzieren wir mal einen Kurzschluss mit der
Stricknadel :-) und patschzzzzz bleibt folgendes uebrig:
    ________
   |        |               
Uk0|        +----------------------------+-----------
---|  NTBA  |                            |     S0-Bus
   |        +--------------------------+-|-----------
   |________|                          | |           
                                      _|_|_         
                                     | (N) |       
                                     |Tele-|       
                                     | fon |       
                                     |_____|       
                   
Wie man deutlich erkennt, alle Geraete mit eigener Speisung sind 
weg, bis auf das notspeisefaehige Telefon, denn das wird aus dem 
Amt gespeist.


Aaaaber.... sagt da der Zweifelbeladene Wolfgang, das Notspeise-
faehige Telefon kann doch auch an der Anlage angeschlossen sein.

Nun gut, dann haetten wir folgendes:
    ________
   |        |               
Uk0|        +-------------+-------------+-------
---|  NTBA  |             |             | S0-Bus
   |        +-----------+-|-----------+-|-------
   |________|           | |           | |
       |                | |           | |
      230V             _|_|_         _|_|_
               I-Tel--|     |--a/b  |     |
             (notgesp)|NStA | .     |Tele-|
                      |     | .     | fon |
                      |_____|--a/b  |_____|
                         |
                        230V

Innerhalb der NStA sieht das jetzt (wenn ueberhaupt) so aus:
                     ________________________
                    |        NStA.Fkt        |
    _____           |    ___|____________    |          _____ 
   |     | S0-ext.  |   /   |Koppelfeld  \   | S0-Int. |     |
   |NTBA +----------|-+/ R1            R2 \+-|---------|I-Tel|
   |_____|          |                        |         |_____|
                    |    |               |   |
                    |____|_______________|___|
                         |_______________|
                             "Bypass"

R1 und R2 sind 2 Relaiskontaktsaetze, die den S0-Bus vom NTBA auf
den "Amtssatz" der NStA schalten (R1), bzw. den internen S0-Bus
auf den "Busausgang", sobald sie vom Netzteil der NStA mit Spannung
versorgt werden.

                    
Mir gehen langsam die Stricknadeln aus, aber gut, der letzte Kurze:

Patschzzzz.....

                     ________________________
                    |        NStA.Fkt        |
    _____           |    ___|____________    |          _____ 
   |     | S0-ext.  |R1     |Koppelfeld   R2 | S0-Ext. |     |
   |NTBA +----------|-+                    +-|---------|I-Tel|
   |_____|          |  \                  /  |         |_____|
                    |   \                /   |
                    |____|_______________|___|
                         |_______________|
                             "Bypass"

Der Saft ist weg, die Relais fallen ab, die Telefonanlage ist voellig
abgetrennt. Schliesslich wird sie *nicht* aus dem Amt gespeist und
ihre eigene StrV ist ausgefallen.

    ________
   |        |               
Uk0|        +-------------+---------------------
---|  NTBA  |             |               S0-Bus
   |        +-----------+-|---------------------
   |________|           | |
                       _|_|_
                      | (N) |
                      |Tele-|
                      | fon |
                      |_____|

Und wie bei Stromausfaellen allg. ueblich, alle Geraete mit eigener
Speisung sind weg, bis auf das notspeisefaehige Telefon, denn das 
wird aus dem Amt gespeist.


A.5.3 Zuordnung von Kabelfarben (J-Y(ST)Y) .... (leicht gekuerzt)

Absender   : Thomas.Peterziel@t-online.de  (Thomas Peterziel)
Message-ID : 9bdupl$ca2$04$1@news.t-online.com
Betreff    : Re: Problem bei Zuordnung von Kabelfarben (J-Y(ST)Y) ....
Datum      : Mo 16.04.01, 07:17  (erhalten: 16.04.01)
----------------------------------------------------------------------

in den Kabeln wird in Lagen gezaehlt und demzufolge auch ausgedreht.
Die 1. Lage faengt mit rot an.(von rt/bl):
Dann wird die Lage der Reihe nach ausgezaehlt, ge, gn br, sw.
Die einzelnen Doppeladern liegen auch so nebeneinader.
Jeweils 5 Doppeladern bilden dann ein Bund( bl,ge,gn,br,sw)
Dabei ergibt sich bei einem 10x2x0,x folgendes:
1. Lage

1 rt/bl
2 ws/ge
3 ws/gn
4 ws/br
5 ws/sw     letzter vom 1.Bund
6 ws/bl
7 ws/ge
8 ws/gn

Damit sollten die aussenliegenden Kabel durch sein.
2. Lage (wieder mit rt beginnend)

9. rt/br
10 ws/ sw letzter vom 2. Bund.

Viel Spass beim Ausdrehen!!!
Thomas Peterziel


A.5.4 S0 Bus Verschaltung    Antwort von Manfred Poland (leicht gekuerzt)

Absender   : trashcan@mageo.de  (Manfred Poland)
Message-ID : p9q8s097sqgn0af4ukoejnuasre8s6a0kt@4ax.com
Betreff    : Re: F: S0 Bus Verschaltung
Datum      : Sa 18.12.04, 18:52  (erhalten: 19.12.04)  
----------------------------------------------------------------------
Thorsten Stumpf  wrote:

>Allerdings stimmt es natuerlich, dass die Spezifikation besagt, dass nur 
>12 AE vorhanden sein duerfen.

Warum sollte das stimmen? Nicht alles was in einem Unterichtsblatt
der Telekom steht oder stand, entspricht der Realitaet oder einer
Spezifikation. Da standen auch mal *1 Watt* Widerstaende fuer die
Terminierung der Busenden drin.

>Hat hier jemand eine definitive Ahnung warum der Standard auf zwoelf AE 
>gesetzt wurde und wie es sich diesbezueglich mit den von mir 
>beschriebenen Verbindungen verhaelt?

In der I.430, das *ist* der internationale Standard, steht davon
nichts drin. Jede Dose bewirkt zwar eine Reflektion und dadurch
eine zusaetzliche kleine Daempfung, aber der limitierende Faktor
beim normalen S0-Bus (kurzer passiver Bus) ist die Laufzeit. Und
dazu ist es egal ob 8, 12, 16 oder mehr Dosen dran haengen. Dass in
dem Unterichtsblatt auch noch "Doppeldosen" als 2 getrennte AE ge-
zaehlt werden ist Unsinn. 

Das besagte Unterichtsblatt geht wohl von "Je mehr Verbindungsstellen,
desto anfaelliger die Installation", aus und orientiert sich dann an
der Anzahl der in D maximal moeglichen Endgeraete am Bus. Und auch die
ist nur per Protokoll auf 8 begrenzt, d.h. in D werden von der VSt
maximal 8 TEI (Terminal Equipment Identifier) vergeben.

Bei einer "anstaendigen" Installation, d.h. einer mit guten
elektrischen Verbindungen zwischen Draht und Klemme, wird auch
deine Patchfeldloesung funktionieren.

Gruss Manfred


A.5.5 S0-Bus Terminierung    Antwort von Manfred Poland (leicht gekuerzt)

Absender   : manfred.poland@erlangen.netsurf.de  (Manfred Poland)
Message-ID : 38d13a7b.10587356@news.erlangen.netsurf.de
Betreff    : Re: S0-Bus Terminierung
Datum      : Do 16.03.00, 19:49  (erhalten: 17.03.00)
----------------------------------------------------------------------
"Christian Wehner"  wrote:
>Manfred Poland  schrieb 
>> "Michael Glunz"  wrote:
>>>Was passiert eigentlich, wenn man den S0-Bus nicht nur an den Enden,
>>>sondern noch zusaetzlich in der Mitte terminiert.

>> Nichts, absolut nichts, und da ich das vor ca. 1 Jahr hier schonmal
>> vorgerechnet habe, verkneife ich mir alles weitere.

>wahrscheinlich passiert nichts, genauso wie meistens nichts passiert wenn
>man die Widerstaende ganz weg laesst. Nur wenn dann mal Fehler auftreten ist
>das gejammer gross. Es ist nun mal so das ein NTBA in der Mitte eines S0-Bus
>gleichzusetzen ist mit einer IAE Dose die irgendwo mittendrin ist und ergo
>nicht terminiert wird.

Es scheint mal wieder so weit zu sein.

1.) In der Spezifikation der DTAG, in der die Anforderungen an einen
NTBA im Detail beschrieben sind, steht ausdruecklich:

<textbaustein1>
Die beiden Enden der Businstallation werden mit je 100Ohm 
abgeschlossen. <...> Die im NTBA vorhandenen Abschlusswiderstaende 
bleiben auch in dieser Konfiguration eingeschaltet.
</textbaustein1>

Die Kisten sind genau so zu bauen, dass die Terminatoren "drinbleiben"
koennen.

2.) Die NTBAs der anderen Telcos sind die gleichen Kisten.

3.) Die Physik des S0-Busses

<textbaustein2>
Die Abschlusswiderstaende am Ende der Leitung *sollen* die komplette
Energie vernichten. Das ist ihre Bestimmung. Ansonsten gaebe es starke
Reflektionen auf dem Kabel und das wuerde die Funktion des S0-Bus
stoeren. Ohne sie wird kein gleichmaessiger Spannungsverlauf ueber
die gesamte Kabellaenge moeglich. Der S0-Bus ist kein Leistungsange-
passtes System, sondern "nur" ein System mit Spannungsanpassung. 

Wie sieht die Mimik an der S0-SSt aus ? 

Die Antwort darauf ist wie immer vereinfacht und pauschaliert, die 
von mir angegebenen Werte sind alle gerundet und liegen (hoffentlich)
innerhalb des Toleranzbereiches der I.430, die ich hier nicht zur
Verfuegung habe. Ich habe Urlaub :-) Ausserdem will ich jetzt nur
auf den Sendeteil eingehen und lasse auch alle Betrachtungen der
kapazitiven Verhaeltnisse sowie Schutzbeschaltungen bzgl. EMV weg.

Auf dem S0-Bus wird ein pseudo-ternaerer Code verwendet:
 
      1 0 0 1 1 0 0 0 1
 U+       _       _
 0V   _  | |___  | |  __
       |_|     |_| |_|
 U-

d.h. eine binaere 1 hat immer 0V und eine binaere 0 wird durch einen
Spannungspegel mit abwechselnder Polaritaet dargestellt.

Der Sender hat beim Aussenden einer binaeren 1 eine nominale Aus-
gangsimpedanz von 2500 Ohm, beim Senden einer binaeren 0 noch 20 Ohm.
jeweils gemessen an der S0-Schnittstelle.

Der S-Baustein (z.B. PEB 208x von Siemens) selber kennt an seinem 
S0-Sender-Ausgang nur 2 Zustaende:
Hochohmig = Sender stromlos = binaer 1 und Spannungsquelle (mit
wechselnder Polaritaet) mit 0 Ohm Innenwiderstand = binaer 0

Die Hochohmigkeit wird durch 2 Dioden innerhalb des ICs erreicht, die
in Sperrichtung an den beiden Senderpins haengen. An diese beiden Pins

wird nun extern ein 10kOhm Widerstand geschaltet.

  ___________
 |           |Sa               2:1 
 |  |---|>|--+-----+----------|| ||-------------------------o
 |           |     |          || ||
 |           |    10k         || ||                     Klemme
 |           |Sb   |          || ||
 |  |---|>|--+-----+----------|| ||-------------------------o
 |___________| 

Durch den 2:1 Uebertrager wird der Widerstand 4:1 an die Klemmen
transformiert und schon haben wir die geforderten 2500 Ohm "an der 
Klemme" Die sonstige Beschaltung ist unerheblich, da die Spulenwider-
staende, die Bauteile fuer den Zustand 0 und auch die geforderte 
Anschluss-Schnur (5m ?) gegenueber den 2500 Ohm zu vernachlaessigen 
sind. Und schliesslich gibt es die E48er oder E96er Reihe.

Bei einer binaeren 0 wird es etwas komplizierter :)

____________
            |Sa                 2:1 
            +----Rz/2----Rts---|| ||---Rtp------Rk-----------o
  Spgs-     |                  || ||
  Quelle    |                  || ||                     Klemme
  Ri =      |                  || ||
  0 Ohm     +----Rz/2----------|| ||-------------------------o
____________|Sb 

Der 10 kOhm-Widerstand ist zwar immer noch vorhanden, doch liegt
er jetzt parallel zum Innenwiderstand der Spannungsquelle und ist
damit elektrisch weg ( I know, not really :-) Zumindest sieht ihn
die Schaltung nicht mehr. An der Klemme ist per Definition noch
eine Anschluss-Schnur mit rund 5 Ohm angeschlossen. Dieser Widerstand
ist oben als Rk eingezeichnet. Rts und Rtp sind die Spulenwiderstaende
jeweils Sekundaer- bzw. Primaerwicklung. 

Nun wird gerechnet : An der Klemme sollen 20 Ohm (oder waren es 25 ?-)
zu sehen sein. Da haetten wir also Rk = 5 Ohm + Rtp = 2 Ohm = 7 Ohm.
Fehlen noch 13 Ohm. Die Primaerwicklung hat ca. 10-12 Ohm, ich nehme 
also 12 Ohm an, dividiert durch 4 (wegen des Trafos) macht 3 Ohm.
Die jetzt noch fehlenden 10 (oder vielleicht auch 15) Ohm werden auf
die beiden Widerstaende Rz/2 verteilt. Rz = 4 * 10 Ohm = 40 Ohm, also
Rz/2 = 20 Ohm. Und voila, beim Einschalten der Spannungsquelle 
wechselt der Ausgangswiderstand an der Klemme von 2500 auf 20 Ohm. 

Soweit, so gut. Jetzt schaun_mer_mal was passiert, wenn ein 100 Ohm
Widerstand an den Klemmen angeschlossen ist. Im Falle einer binaeren
1 passiert nichts, absolut nichts. Der Sender ist in diesem Fall 
schliesslich stromlos. 100 Ohm an 0 Volt. Im Falle der logischen 0 
liegen die 100 Ohm parallel zu 20 Ohm und veringern den Innenwi-
derstand "an der Klemme" damit auf 17 Ohm, die Spannung selbst wird
nicht veraendert. Die zusaetzliche Belastung des ICs selbst errechnet
sich dann "rueckwaerts" mit 4*100 = 400 Ohm an Uconst= 0,75 Vpo mit
Ri= 0 Ohm

Wenn 8 Ohm direkt an die Konstantspannungsquelle des S0-Bausteins
angeschlossen werden (was 2 Ohm an der Klemme bedeutet), dann *darf*
die Spannung auf 20% des Nennwertes abfallen. Bei 400 Ohm, und um die
geht es, aendert sich die Ausgangsspannung nicht.

Und hier noch ein paar Daten:

Der minimale Signalpegel am Trafoausgang des Senders ist 675mV. Das
sind 750mV -10%.

Der Mindestenpegel am Eingang des Empfaengertrafos ist 110mV = 220mV/2.

Wichtiger fuer das Funktionieren ist allerdings:

Die Umlaufverzoegerung darf beim passiven Bus 3,5us betragen, das
sind 2us fuer die Kabellaufzeiten, 0,7us fuer die Kapazitive Last
aller Endgeraete am Bus und 0,8us fuer die internen Verzoegerungen
der TEs.

Die Systemdaempfung des gesamten Busses darf 3,5dB betragen. Davon 
entfallen 2dB auf die Kabeldaempfung und 1,5dB sind fuer Toleranzen 
des Signalpegels, der Abschlussimpedanzen und der Impedanzen der 
angeschlossenen TE's. Die maximale Laenge des Busses wird trotzdem 
von den Laufzeitverzoegerungen bestimmt.
</textbaustein2>

gruss<jammern_tun_immer_die_anderen>manfred

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Ende der FAQ

Tschuess Wolfgang Allinger